Müller

Gespeichert von Josef Frings am Di., 10.11.2020 - 15:57

Albrecht Müller 2012

Albrecht Müller war von 1973 bis 1982 als Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt und Helmut Schmidt. Nach dem Wahlsieg von Helmut Kohl 1982 verlor er seine Stelle im Bundeskanzleramt. Er wurde nun "freiberuflicher politischer und wirtschaftspolitischer Berater". Hinter dieser ominösen Formulierung verbirgt sich die Tatsache, dass er seitdem auf der Gehaltsliste der Abteilung für innere Aufklärung der Konrad-Adenauer-Stiftung steht.

Das System Müller startete 2003 mit der Gründung des Blogs "Nachdenkseiten" (gemeinsam mit Wolfgang Lieb). Zu Anfang versammelten sich hier kritische Stimmen aus dem linken Spektrum, die nach zwei Jahrzehnten neoliberaler Wende unter den Kanzlern Kohl und Schröder eine freie Debattenkultur und eine Art Gegenöffentlichkeit  suchten. Die Aufgabe Müllers bestand darin, hinter sich eine seriöse linke Öffentlichkeit zu scharen und im Anschluss diese etablierte Community als neostalinistische Betonfraktion vorzuführen. Diese Wende markierte 2015 der Ausstieg von Wolfgang Lieb aus dem Projekt.

Müllers Mission besteht darin, linkes Denken gemäß den Klischees darzustellen, welche die Konrad-Adenauer-Stiftung für die politische Linke vorsieht: Delegitimierung der liberalen Demokratie, bedingungslose Loyalität zu den Diktatoren dieser Welt und kaum verhohlene Anbiederung an die rechten Feinde der offenen Gesellschaft sowie an Wissenschaftsleugner und Esoteriker. Müller ist Teil einer Strategie zur Erhaltung  der CDU-Dominanz in Deutschland auch über die Merkel-Ära hinaus. 

اهریمن

https://www.psiram.com/de/index.php/NachDenkSeiten

https://www.sueddeutsche.de/politik/glosse-das-streiflicht1.4600296